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Über Fahrradtechnik wurden schon etliche Bücher geschrieben (siehe Literaturhinweise), die ich hier an dieser Stelle nicht kopieren möchte.
Ich will lediglich auf ein paar spezielle Dinge hinweisen, die vielleicht für einen Reiseradler von Interesse sein könnten.

So zum Beispiel die Raddurchmesser. Als Auswahl gibt es zum Beispiel 26-Zoll- und 28-Zoll-Räder (mit xx-Zoll-Räder meint man den Raddurchmesser und die Rahmenhöhe wird mit RHyy angegeben).
Nur Kinder sollten mit kleineren Rahmen fahren.

Wenn es ein 26-Zoll-Rad sein soll, dann bitte nur ein stabiles Mountainbike.
Beim 28-Zoll-Rad kommt aus Stabilitätsgründen nur die klassische Rahmengeometrie (Diamantrahmen) in Frage.

Damen-Rahmen Mixed-Rahmen Diamant-Rahmen
Damen-Rahmen    Mixed-Rahmen    Diamant-Rahmen

Prinzipiell gilt bei der Stabilitätsbetrachtung von Fahrradrahmen folgendes:
Es sollen möglichst viele große Dreiecke vorhanden sein!

  • Ein klassisches Damenrad hat zum Beispiel zwischen der Lenkersäule und dem Sattelrohr gar kein Dreieck, sondern nur zwei geschwungene Rohre.
    Dies macht ein Damenrad absolut untauglich für eine Reise mit Gepäck.
  • Etwas stabiler sind die Mixed-Rahmen, die zwischen Lenkersäule und Sattelrohr wenigstens ein kleines Dreieck beinhalten.
    Dieses entsteht dadurch, daß vom oberen Punkt der Lenkersäule zur hinteren Achsbefestigung Rohre verlötet sind.
    Wenn man bei diesem Rahmentyp aber Lowrider-Taschen montiert, so wird der Fahrer sich über den "weichen" Rahmen beschweren.
  • Die absolut stabilste Konstruktion ist der klassische Diamantrahmen.

Ob dieser aus Alu oder Stahl ist ist Nebensache und eine Frage des Preises.
Vom Gewicht ändert sich nicht viel und für Reiseradler spielt das Gewicht ohnehin eine untergeordnete Rolle.
Ob man sich für ein 26- oder 28-Zoll-Rad entscheidet, hängt von persönlichen Fragestellungen ab.

Beide Rahmen haben ihre Vor- und Nachteile.
So sind zum Beispiel die 26-Zoll-Felgen stabiler als die 28er.
Das 28er Rad hat aber einen besseren Geradeauslauf.
Möchte man hauptsächlich über nicht befestigte Wege fahren, so ist sicherlich ein Mountainbike die bessere Wahl.
Fährt man die meiste Zeit auf Straßen und Feldwegen, so rollt das 28er Rad dort besser.
Preislich gibt es keinen Unterschied zwischen diesen Rahmentypen.

 

Richtig ins Geld geht da schon eine Federung und noch mehr sogar ein "Fully", ein voll gefedertes Rad.
Bei den Mountainbikes gibt es eine große Auswahl an Federgabeln und Rahmen mit Hinterbaufederung.
Für die 28er-Räder gibt es fast nur Federgabeln.

Allesamt haben sie das Problem, daß sich Gepäckträger nur schwer anbringen lassen.
Wenn dann auch noch an der Federgabel ein Low-Rider mit Gepäck montiert wird, so verliert die Federgabel mit einem Schlag auch ihrer dynamische Federeigenschaft.
Durch die höherer Masse auf der "falschen Seite", wird der dynamische Masseanteil träger und ferdert nur noch sehr grosse Schlaglöcher ab.

Ich hatte für ein Jahr eine Federgabel montiert und genau diese Erfahrung gemacht.
Auch laufen Fahrräder mit Federgabel unruhiger, da die Federgabeln keinen oder kaum Vorlauf haben.
Ob sich die Anschaffung wirklich lohnt bezweifle ich.

Ein gut gefederter Sattel (Brooks, Lepper, o.ä.) ist technisch lange nicht so anfällig wie ein gefederter Hinterbau.
Nimmt man dazu noch breite Reifen (622-40) und zieht sich gut gepolsterte Handschuhe an, ist das allemal preisgünstiger und effektiver.

 

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