Die Schaltung ist das am Häufigsten benötigte Bedienungselement.
Hier ersteinmal die beiden Haupttypen: Es gibt die Kettenschaltung und die Nabenschaltung.
- Bei der Kettenschaltung wähle ich den Gang durch eine Kombination von zwei Hebeln.
Diese sind seit einigen Jahren auch gerastert, so daß ein Kettenrattern durch falsche Stellung der Hebel nicht mehr vorkommen sollte.
Die Kette wird bei der Kettenschaltung stark strapaziert, so das man nach 3000 bis 5000km die Kette wechseln sollte.
Tut man dies nicht, so rutscht irgendwann die Kette über die Ritzel hinweg.
Das ist a) sehr unangenehm und b) sehr teuer, da es nicht mehr beim Auswechseln der Kette bleibt.
Fast immer müssen die vorderen und hinteren Ritzel mit ausgetauscht werden.
Dabei kommen schnell einige hundert Mark zusammen.
Will man eine sehr lange Tour machen oder im Alltag seine Antriebseinheit schonen, so empfiehlt es sich drei Ketten zu benutzen die man alle 1500-2000km im Turnus wechselt.
So hält das ganze dann 20000 bis 40000km. - Die Nabenschaltung mit 5, 7, 12 oder noch mehr Gängen hat den Vorteil gegenüber der Kettenschaltung, daß es keine Gangüberlappung gibt.
Das heißt, das es Kombinationen gibt, die in etwa die gleiche Übersetzung haben.
Weitere Vorteile sind, daß die Kette nicht so stark belastet wird und dadurch das Antriebssystem länger fahren kann, sowie daß das Getriebe wartungsfrei ist.
Ein wesentlicher Nachteil ist allerdings der Wirkungsgrad der Nabenschaltung.
Durch eine Vielzahl von Reibung im Planetengetriebe muß man mehr Energie aufwenden, als eigentlich fürs Fahren notwendig wäre.
Über die Anzahl der Gänge läßt sich sagen, daß es mindestens 5 sein sollten.
Je nach Tour reichen manchmal gerade die 24 Gänge die zur Zeit üblich sind.
Als Grundregel sollte folgendes gelten: Touren an Flüssen mindestens 5 Gänge, im normalen Gelände mindestens 7 Gänge und im hügeligen und bergigen Gebiet 21 Gänge mit Untersetzung des Antriebs.
Während es bei den Nabenschaltungen nur einen Daumenschalter gibt, ist die Auswahl bei der Kettenschaltung riesig.
Da gibt es die Rapidfire-Schalthebel unter dem Bremsgriff, den Drehschalter (Gripshift), die Rahmenschalthebel mit Rasterung (nur im Rennsport), die Schalthebel im Bremsgriff (ebenfalls nur im Rennsport) und die Lenker-Endschalter, die beim Rennlenker an den Enden angebracht sind.
Was der Reiseradler braucht, ist eine gut funktionierende und haltbare Schaltung, die unterwegs auch einfach zu reparieren ist.
Abhängig vom Lenkertyp können manche Schalthebel erst gar nicht montiert werden.
zurück zur Schlagwortauswahl
Das Urheberrecht dieser Seite liegt bei www.Fahrradwissen.de / 2004-2026
Alle genannten Marken- und Warenzeichen werden anerkannt!






